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S2 · Registrierung und Triage

Registrierung und Triage – Platzhalter

Sichtung und Priorisierung aller Patientinnen und Patienten

Jede Patientin und jeder Patient wird nach Ankunft und Registrierung nach der Schwere der Verletzung oder Erkrankung eingestuft. Im Triage-Verfahren wird entschieden, wer sofortige medizinische Hilfe benötigt und wer auf eine Behandlung warten kann.

Bei einem Massenanfall von Verletzten gerät dieses System unter extremen Druck. Wenn innerhalb kurzer Zeit eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Verletzten eintrifft, müssen Triageentscheidungen noch schneller und unter schwierigsten Bedingungen getroffen werden. Ziel ist es, mit den verfügbaren Ressourcen möglichst vielen Menschen das Überleben zu sichern.

Aufgrund von wiederholten Massenanfällen von Verletzten, herrscht im Rotkreuz-Feldkrankenhauses in Rafah seit Mai 2024 immer wieder der Ausnahmezustand. In manchen Wochen verzeichnet die Notaufnahme dadurch mehr als 2.300 neue Patientinnen und Patienten.

Damit eine einzelne Einrichtung in solchen Situationen nicht überlastet wird, sind funktionierende Verlegungs- und Überweisungssysteme unverzichtbar: Sie gewährleisten, dass Patientinnen und Patienten je nach Behandlungsbedarf gezielt an die geeignete Einrichtung weitergeleitet werden.

Das Rotkreuz-Feldkrankenhaus in Rafah arbeitet auch in diesen Ausnahmesituationen eng mit anderen Krankenhäusern zusammen. Der Palästinensische Rote Halbmond, die Schwestergesellschaft der Rotkreuz-Bewegung vor Ort, übernimmt dabei eine Schlüsselrolle bei den Patiententransfers.

Parallel dazu setzt das Feldkrankenhaus auf eine lückenlose digitale Dokumentation: Bereits bei der Aufnahme werden alle Patientendaten digital erfasst und sicher dokumentiert. Diese systematische Erfassung begleitet den gesamten Behandlungsverlauf und sichert eine gleichbleibend hohe Versorgungsqualität – Grundlage für die Rechenschaftspflicht des DRK gegenüber jeder einzelnen Patientin und jedem einzelnen Patienten.